Handyvirus: GingerMaster

Schon im Jahr 2013 wird es wohl erstmals der Fall sein, dass mehr neue Viren für mobile Endgeräte als für die stationären Computer geschrieben werden. Bereits jetzt ist ihre Zahl neunstellig – Tendenz stark steigend. Viele der Bedrohungen können glücklicherweise leicht abgefangen und unschädlich gemacht werden. Dies gilt aber längst nicht für alle Programme. Als besonders gefährlich hat sich dabei das Programm „GingerMaster“ erwiesen, das seit Sommer 2012 kursiert.

Über die Wirkungsweise von „GingerMaster“

„GingerMaster“ bzw. „Android.Trojan.GingerMaster.AU“ trat im Sommer 2012 erstmals auf und löste „Battery Doctor“ als die am weitesten verbreitete Malware ab. Es gelang ihr dabei, sich wesentlich besser zu verbergen als „Battery Doctor“, die Erkennungsrate von „GingerMaster“ liegt noch nicht einmal bei 40 Prozent. Ähnlich wie der „Battery Doctor“ attackiert auch dieser Schädling mit Vorliebe Android 2.3.x („Gingerbread“) und spielt dem Nutzer dabei vor, er optimiere in Wahrheit Systemfunktionen. „GingerMaster“ spioniert allerdings nicht nur Daten aus, sondern bereitet auch aggressiver Adware wie beispielsweise „Android.Adware.Plankton.A“ den Boden, die unter anderem nervige Popups bei der Browserverwendung aufruft.

Schutzmöglichkeiten gegen „GingerMaster“

„GingerMaster“ ist, wie beispielsweise auch „Battery Doctor“, fest an die Android-Version „Gingerbread“ gebunden. Das Aufspielen einer aktuelleren Version des Betriebssystems macht die Malware in aller Regel unschädlich. Alternativ erkennen auch die meisten Antivirenprogramme den schädlichen Code und können diesen löschen. „GingerMaster“ kann zudem in eine Sandbox geschoben und auf diese Weise unschädlich gemacht werden. Auf keinen Fall ausreichend ist der Ansatz, einfach die Applikation zu löschen. Der Schädling hängt sich auch an die verwendeten Browser und übersteht die Löschung damit problemlos.

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