Handyvirus: Cabir

Der Handyvirus Cabir gehört zu den Würmern. Bekannt ist dieses Virus seit 2004, wo es als „Machbarkeitsstudie“ (Proof-of-Concept) zum ersten Mal in Umlauf kam. Betroffen sind Geräte, die mit dem Symbian Betriebssystem arbeiten, welches in vielen modernen Handys, die MMS, polyphone Klingeltöne o.ä. Features anbieten, eingesetzt wird. Dazu gehören insbesondere Nokia Smartphones aus der Serie 60er, N-Gage, Panasonic X700, Siemens SX-1, Sendo X etc..

Ist ein Gerät mit Cabir infiziert, erscheint bei jedem Anschalten des Handys das Wort «Caribe» auf dem Display. Um sich bzw. das eigene Gerät mit Cabir zu infizieren, muss der Nutzer aber schon kräftig mithelfen bzw. wirklich gedankenlos sein. Schließlich „fragt“ der Wurm bevor er sich installieren kann gleich mehrmals den Nutzer, ob er installiert werden „darf“.

Sollte dies geschehen sein, ist Cabir ab da aktiv und nutzt die Bluetooth Funktion eines Handys (wenn vorhanden), um sich weiter zu verbreiten. Das bedeutet, Cabir sucht dann permanent per Bluetooth nach anderen Geräten, die in der Nähe und empfangsbereit sind, um sich dann an diese zu verschicken. Das bedeutet auch, dass die Akkuleistung des Handys deutlich leidet, denn der Dauerbetrieb von Bluetooth macht sich schnell in der reduzierten Leistung des Gerätes bemerkbar.

Wirkliche Schäden werden durch Cabir also nicht angerichtet. Inzwischen kursieren viele Versionen von Cabiar, die erste Version Cabir.a wurde von vielen modifizierten Brüdern namens Cabir.b, Cabir.c etc. abgelöst, die zum Beispiel die Installation auch ohne Zutun des Nutzers ermöglichen.

Schützen kann man sich vor Cabir, indem man dem Wurm den Zugang zum Handy versperrt, sprich, indem man die Bluetooth Funktion des Handys ausschaltet. Auch sollten nie unbekannte Dateien oder Emails geöffnet werden.

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