Handybetriebssystem: Windows 10 Mobile

Microsoft kann als alter Hase im Geschäft der mobilen Betriebssysteme angesehen werden. Schon kurz nach der Jahrtausendwende war man mit Windows Mobile auf PDAs und Smartphones vertreten. Neben Symbian und Blackberry OS gehörte die Software zu den wichtigsten Vertretern dieser Gattung und stellte eine „kleine“ Version des erfolgreichen Desktop-Betriebssystems dar – inklusive der Möglichkeit, in Internet zu surfen, E-Mails zu empfangen und zu versenden und Office-Dokumente zu bearbeiten.

Windows 10 Mobile: Kachel-Optik sorgt für Kontroversen

Wie Smartphones und PDAs generell war Windows Mobile auf professionelle Anwender ausgelegt und versuchte eher, einen im Vergleich zu normalen Handys größeren Funktionsumfang zu bieten als die Nutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Ausrichtung wurde mit dem Aufkommen von Smartphones mit iOS und Android zum Problem, da die neuen Konkurrenten eher auf Privatanwender zugeschnitten waren, gleichzeitig aber die gewohnten Möglichkeiten der Windows-Geräte boten. In der Folge sanken die Verkaufszahlen rasant.

Microsofts Reaktion darauf war die Entwicklung von Windows Phone, das 2010 als Nachfolger von Windows Mobile vorgestellt wurde und mit einem neuen Ansatz punkten wollte. Das klassische Design wurde durch eine gekachelte Oberfläche ersetzt, die besser für Fingereingaben geeignet ist und sich durch sogenannte Live-Kacheln von den Konzepten von Google und Apple unterscheidet. Diese zeigen wichtige Informationen wie eingegangene E-Mails oder Nachrichten direkt auf der Kachel an, ohne dass die dazugehörige App geöffnet werden muss. Obwohl die Idee und die damit verbundene Optik kontrovers aufgenommen wurde, hält Microsoft auch in der aktuellen Ausgabe des Betriebssystems, Windows 10 Mobile, weiter daran fest.

Strenge Kontrollen und Sandbox-Funktionen garantieren Sicherheit

Doch nicht nur die Oberfläche, sondern auch der Grundgedanke wurde mit dem Wechsel von Windows Mobile zu Windows Phone verändert. War die Plattform vorher offen und gab dem Nutzer ähnliche Freiheiten wie das Desktop-Betriebssystem, fallen die neuen Versionen ähnlich geschlossen aus wie Apples iOS. So ist es beispielsweise nicht mehr möglich, Software aus beliebigen Quellen zu installieren. Als zentraler Anlaufpunkt wurde der Windows Store eingerichtet, über den alle offiziell für Windows Phone erhältlichen Programme erhältlich sind. Die Einbußen in puncto Freiheit macht das System mit einer im Gegenzug deutlich erhöhten Sicherheit wett. Microsoft kontrolliert Software, die im Shop angeboten werden soll, streng. Gleichzeitig räumt man Programmen von Drittanbietern nur beschränkte Rechte beim Zugriff auf Systemfunktionen und auf dem Gerät gespeicherte Daten ein. Diese Sicherheitsmaßnahmen und die aktuell sehr geringe Verbreitung von Windows Phone haben dazu geführt, dass es zu den sichersten Systemen auf dem Smartphone-Markt gehört. Handyviren sind hier praktisch nicht bekannt.

 

Übersicht: » Handybetriebssysteme<strong

There are no comments yet

Why not be the first

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *