Arten von Handyviren

Wenn man von Handyviren spricht, meint man in der Regel virenähnliche Programme wie Würmer oder Trojaner, manchmal werden aber auch einfach Fehlfunktionen in der Software eines Gerätes als „Handyvirus“ bezeichnet. Nicht jede Fehlfunktion ist also gleich auf einen Virus zurückzuführen.

Softwarefehler

Fehlfunktionen können zum Beispiel entstehen, wenn unübliche Eingaben gemacht werden, die die Software des Handys nicht verarbeiten kann. So führte zum Beispiel vor einigen Jahren bei (inzwischen längst veralteten) Siemens-Geräten die Eingabe „%Deutsch“ und der Versand dieser als SMS dazu, dass die Geräte immer wieder versuchten, die SMS zu laden, was wiederum zur Folge hatte, dass der Akku sich schneller entleerte. Gestoppt werden konnte der Prozess nur durch Herausnahme des Akkus oder wenn dieser sich vollständig entleert hatte. Dieser so genannten Siemens Freeze Bug ist nur ein Beispiel von vielen Softwarefehlern, die fälschlicherweise als Handyvirus bezeichnet wurden bzw. werden.

Würmer

Würmer und Viren haben im Prinzip das gleiche Ziel: Sich auf Computern bzw. Handys zu verbreiten. Der Unterschied zwischen beiden ist die Art der Verbreitung und auch die Art der Programmierung, die Technik und das Konzept, das dahinter steht. Viren „infizieren“ Dateien oder Makros und verbreiten sich durch das Weitergeben dieser „Infektionsträger“, zum Beispiel per Email oder CD. Die Verbreitung erfolgt autark, aber erst, wenn die infizierten Dateien weitergegeben werden. Ein Wurm wartet nicht auf diese „Chance“ sondern versucht sich aktiv zu verbreiten, indem er versucht, sich via Netzwerk weiterzugeben. Beide Formen können aber auch in einer Mischform auftreten, so können auch Würmer ähnlich wie Viren in vertrauenswürdigen Dateien enthalten sein.

Trojaner

Trojaner sind, benannt nach dem berühmten Holzpferd, das damals den Griechen den Sieg im Trojanischen Krieg brachte, heute als eine weitere Form von Computer- oder Handyviren bekannt. Genau wie das historische Vorbild versuchen auch die heutigen Trojaner, mit einer List, quasi über ein „Hintertürchen“ an ihr Ziel zu gelangen. Das bedeutet, Trojaner installieren sich in der Regel über eine Hintertür auf einem Computer- oder auf einem Handybetriebssystem, was den Programmierern des Trojaners ermöglicht, auf den infizierten Rechner zuzugreifen. Wie auch bei den Würmern oder „klassischen“ Viren sind heute inzwischen oft Mischformen anzutreffen.

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